Dienstag, 22. März 2011

Zu Besuch

Seit drei Jahren kommt in regelmäßigen Abständen ein Entenpärchen zu Besuch an meinem Teich vorbei. Im ersten Jahr noch total stolz über diesen 'ja so niedlichen' Besuch (wer kann schließlich schon von sich behaupten ein Entenpärchen zu beherbergen) wurde ich doch ungefähr nach 10 Minuten Verweildauer eines besseren belehrt. Es ist unfassbar, welchen Schaden zwei Enten in so kurzer Zeit auf einem Teich anrichten können. Es stand keine Pflanze mehr an Ort und Stelle, und wie ich inzwischen gelernt habe, sind Enten auch keineswegs nur Pflanzenfresser (meine Algen hätten sie gerne haben können), nein, sie fressen auch Libellenlarven, Schnecken und anderes Getier. Traurig entschied ich mich dafür, sie zu verjagen. Aber auch das dauerte seine Zeit, denn die beiden saßen ja mitten auf dem Wasser (wo ich natürlich nicht dran kam) und guckten mich sehr entgeistert an, mit einem Gesichtsausdruck der sagen wollte "warum rennt diese komische Frau wild mit den Armen rudernt um ihren Gartenteich???" Ein Stein im Wasser tat dann sein übriges (ich habe natürlich nicht auf die Enten gezielt!!!)
Letztes Jahr haben die beiden dann ihre Anschleichtechnik verbessert und haben es zu Fuß durch die Einfahrt versucht. Immer wenn man in die Einfahrt trat um zu gucken, ließen sie sich nieder und guckten ganz vorwurfsvoll nach dem Motto "was willst du denn? Wir sitzen nur hier!"
Dieses Jahr haben sie es in der Dämmerung versucht. In der Hoffnung, das wir sie dann nicht sehen. Gut in der Idee, schlecht in der Ausführung. Es war noch nicht dunkel genug und wir wurden dann doch aufmerksam, als sich plötzlich zwei große, schwarze Schatten in unseren Garten herab senkten.
Ach ja, irgendwie ist es ja auch  niedlich. Die Kinder haben die beiden liebevoll 'Ernie & Bert' getauft. Und wenn sie mir nicht in Null komma nix den Teich leerfischen würden, dann dürften sie ja auch bleiben. Aber der Lago ist ja nur 500 m Luftlinie entfernt und da kann man ja auch ganz gut leben, finde ich. Die beiden mögen es aber offensichtlich lieber heimelig. Heute morgen habe ich sie dann wieder auf frischer Tat erwischt. Die Fotos sind leider etwas unscharf, weil sie dann natürlich geflüchtet sind.


Nein, geflüchtet ist irgendwie das falsche Wort, denn das würde ja bedeuten, das sie sich mit schlechtem Gewissen schnell bewegt hätten. Nein, sobald sich die Wintergartentür öffnete, bewegten sie sich langsam von dannen ('wir gehen ja schon, kein Problem') um dann, sobald die Tür wieder geschlossen wurde im doppelten Tempo wieder zurückzukehren.


Nicht ohne dabei sorgfältig auf die Deckung zu achten.


Tja, nachdem ich Zeuge am plötzlichen Tod einer Wasserschnecke wurde,


 musste ich sie dann doch wieder vertreiben, bis zum nächsten Mal....

Kommentare:

  1. Hallo Hilde,
    zur Abschreckung empfehle ich folgendes Rezept: http://www.attilahildmann.com/ente_bratapfel_knoedel_rezept/ente_weihnachten_rezept.htm

    Ist vegetarisch aber das können die 2 ja nicht wissen :)

    Gruß
    Mockingbird (der Lisa ihr Mann)

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  2. Upps, da ist aber deine tiefschwarze Seele zum Vorschein gekommen, oder, lieber Schwager ;-)?

    Hilde

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