Sonntag, 29. September 2013

Nebelgespinste

Seit drei Tagen sind wir hier unter einer Nebelglocke gefangen.
 
 
Und während man so denkt, dass im Nebel alles verschwindet...
 
 
...gibt es auch Dinge die im Nebel plötzlich sichtbar werden, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat.
 
Nebelgespinste
 
 
 
 
 
 

Farben des Herbstes

 
 
 
 
 
 
 
 

Freilichtmuseum Schliersee

Gestern haben wir dem Nebel getrotzt und sind trotzdem ins Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Schliersee gefahren. Da wollte ich den ganzen Sommer schonmal hin und gestern war auch noch Bauernmarkt.
 
 
Richtig schön war es dort. Klein und überschaubar, aber in herrlicher Kulisse gelegen.
 
 
Die Kinder hatten vor allem Spaß daran, dem Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter zu gucken.
 
 
Beim Anblick dieser Werkstatt hätte das Herz meines Vaters höher geschlagen. :-)
 
 
Ich habe mich allerdings gefragt, ob der Schmied zuviel Glück hat, dass er seine Hufeisen so rum aufgehängt hat. ;-)
 
 
Auch früher schon wußten die Leute einen guten Tropfen zu schätzen.
 
 
Und in so einer Küche war man wohl den ganzen Tag mit dem Abwasch beschäftigt. :-)
 
 
Aber immerhin gab es schon einen Kühlschrank. :-)
 
Es war ein schöner Tag und auf dem Markt ist auch noch leckeres Brot, ein wenig Fisch und selbstgemachtes Kräuter- und Blütensalz in mein Körbchen gehüpft.
 
Es ist auf jeden Fall mal einen Besuch wert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Almabtrieb in Schliersee

Gestern sind wir bei unserem Besuch im Freilichtmuseum zufällig in den Almabtrieb in Schliersee geraten. Zu meiner Freude.
 
Wenn der Sommer vorüber ist, werden die Kühe mit aufwendigem Kopfschmuck versehen und dann von der Alm ins Tal getrieben und einmal durch den Ort, bevor sie dann ihr Winterquartier beziehen.

 
Wie ich aber als "Neu"-Bayerin gelernt habe, werden die Kühe nur dann geschmückt, wenn es im Sommer keine Verluste bei den Tieren auf dem Berg gegeben hat.
 
Dieser Bauer hat also Glück gehabt.
 
 

Dienstag, 24. September 2013

Wandern am Spitzingsee

Eine Gegend mag ich hier besonders gerne. Das sind die Wanderwege am Spitzingsee.
 
Vor 2 1/2 Wochen haben wir einen schönen Sonntagmorgen genutzt und sind direkt aus dem Bett ins Auto (also ok, wir haben uns schon vorher angezogen, aber ohne Frühstück), haben beim Bäcker eine Brotzeit eingepackt und sind losgefahren auf den Berg.
 
Die Idee hatten an diesem Morgen wohl auch andere, denn wir haben doch tatsächlich um kurz nach 9 Uhr den letzten freien Parkplatz ergattert.
 
Von dort aus ging es dann nur noch bergauf. :-)
 
 
Kurz bevor wir den Wald betreten noch ein Blick zurück auf den Schliersee.
 
 
Im Wald war dann festes Schuhwerk gefragt.
 
 
Was bin ich froh, dass die Jungs ihre Rucksäcke inzwischen selber tragen können! :-)
 
 
Dann Rast mit Blick auf den Spitzingsee.
 
 
Die Wanderroute heißt übrigens Steinadler-Wanderweg.
Trotz intensiver Suche haben wir leider keinen gesehen.
 
 
Leider bleibt man auch auf solch wunderschönen Pfaden nicht vor dem menschlichen Raubbau an der Natur verschont.
Rodung für die Skipisten. :-(
 
 
Nach der Arbeit dann die Belohung auf der Hütt'n.
 
 
Schöne Aussicht...
 
 
...und Johannisbeerschorle. :-)
 
 
Dann geht es wieder bergab.
 
 
Ich geh übrigens immer als Letzte. Nicht, damit ich meine Männer blogtauglich nur von hinten erwische, sondern weil ich immer so viel gucken und fotografieren muss. :-)
 
Beim Abstieg noch ein Blick auf den See...
 
 
...und dann geht es wieder Heim...
 
 
...bis zum nächsten Mal...
 
...am Spitzingsee!
 
 
 
 
 
 
 

Neulich im Wald...

Erinnert Ihr Euch an die Geschichte mit der Gülle? Nein? Also ich mich jedenfalls schon! ;-)

An diesem Tag fand ich ja den ganzen Wald voller Blaubeerbüsche.

Drei Tage später, als der Weg wieder frei war, bin ich also wieder in den Wald und habe geerntet.
 
Ganz für mich alleine, denn die Kinder waren natürlich beschäftigt und es hat ja auch was meditatives, so alleine im Wald.
 
Nach gut 70 Minuten meinte mein Rücken, es würde ihm jetzt reichen und Waldheidelbeeren pflücken würde auch sowieso völlig überbewertet und man könne jetzt auch gut wieder nach Hause gehen. (blöder Rücken!)
 
Voller Stolz wusch ich meine Ernte...

 
...um dann nach einem schweren Schlucken festzustellen, dass man nach 70 Minuten alleiniger Ernte nur magere...
 
 
...420 g hatte.
 
Am Ende waren es genau drei kleine Gläschen.
 
Blaues Gold!
 
Da ich aber gerade so in Schwung war und ja auch noch jede Menge Gelierzucker übrig, habe ich nach einem prüfendem Blick durch die Küche noch diese Kreation gewagt.
 
 
Kiwi-Feige
 
Ging sehr schnell und ist seeeeehr lecker.
 
Das Mengenverhältnis war ungefähr 3:1 (Feige:Kiwi)
 

Bayrische Küche für Anfänger

Kennt Ihr Schuxen? Nein? Macht nichts. Kannte ich bis vor kurzem auch nicht. Aber jetzt bereichern Schuxen regelmässig meinen Kochalltag.
 
So sehen sie aus....von oben...

 
und von unten...
 
 
Gefunden bei unserem hiesigen Bäcker.
 
Immer dienstags und freitags.
 
Und...neugierig wie wir sind...gefragt, was denn das sei.
 
Schuxen sind ein vor allem in Oberbayern bekanntes Schmalzgebäck, aber nicht süß.
 
Früher als "arme Leute Essen" bekannt, wird es zur Kartoffelsuppe, Eintopf oder Sauerkraut gegessen um satt zu machen.
 
Es gibt wohl nur noch wenige Bäckereien, die Schuxen anbieten, umso mehr freut es mich, dass meine hiesige dazu gehört. Sie sind nicht ganz billig, aber sehr schmackhaft und bereichern fortan unseren Essenstisch, wenn es Suppe gibt.
 

Dienstag, 3. September 2013

Der Tag der falschen Entscheidungen

Gestern war es mal wieder so weit. Ein Tag der falschen Entscheidungen.
 
Ich glaube, die Erste war bereits, morgens überhaupt aufgestanden zu sein. ;-)
 
Danach lief es erst noch ganz gut, ich habe mich aufgerappelt und Brot gebacken und ein bißchen am Spinnrad gesessen.
 
Obwohl das Wetter nicht so schön war, wollte ich am Nachmittag einen Spaziergang im Wald machen, denn ich hatte am Tag vorher von den Nachbarn einen Tip bekommen, dem ich nachgehen wollte. Mitten im Wald soll es einen Seerosenteich geben. Da wollte ich hin.
 
Also meine Jungs überredet mit mir zu kommen.
 
Schuhe an und los geht's.
 
Als wir das erste Mal aus dem Wald kamen um die Kuhweide zu überqueren hatte der Bauer leider den Weg mit Elektrozaun für seine Kühe gesperrt.
 
Das wäre der Moment gewesen, an dem es klug gewesen wäre einfach umzukehren und es an einem anderen Tag noch einmal zu versuchen.
 
Tja, nun, was soll ich sagen... man verhält sich halt nicht immer klug.
 
Spontan wollte ich sein und zeigen, dass ich auch eine coole Mama sein kann. ;-)
 
"Wir gehen hier einfach in den Wald und quer Feld ein und dann kommen wir schon irgendwann wieder auf den Weg...."
 
Mhmmm...
 
Also ab in den Wald um dort festzustellen, dass es sich nicht so richtig gut durchkommen lies. Aber umkehren ist ja feige. Wir finden den Weg schon....
 
Also weiter.
 
Der Untergrund wurde immer weicher und feuchter und ich murmelte die ganze Zeit mein Mantra, dass die Jungs das auf keinen Fall alleine so machen dürften; sah ich doch schon einen von ihnen im Moor versinken.
 
Irgendwann kamen wir tatsächlich auf einen Weg. Ich stolz und die Kinder erleichtert.
 
 
Rechts und links alles voller Blaubeeren.
 
 
Die Gegend ist total abwechlungsreich.
 
 
Und das wir wirklich im Moor waren, kann man auch sehen.
 
 
Und dann war er plötzlich da. Ganz überraschend.
 
Der Seerosenteich.
 
 
Irgendwie total witzig, so zwischen Moor und Wald.
 
Dann wollte ich zurück. Die Jungs nicht, die wollten noch weiter.
 
Und eigentlich war das auch schön, denn der Wald hier ist toll.
 
 
Schon fast vergessen, die Tatsache das wir uns vermutlich zuhause von allen möglichen Körperstellen die Zecken würden holen müssen.
 
 
Als wir den Wald verließen wussten wir sogar wo wir waren, aber dann traf ich die schlechteste aller Entscheidungen an diesem Tag...
 
"wo geht denn wohl dieser Weg dort hin?"...
 
fragte ich mich und stiefelte los.
 
Nach kurzer Zeit freudig überrascht, dass ich Geographiegraupe die Lichtung am Ende des Weges wiedererkannte, hatte ich doch zwei Tage zuvor mit Männe von der anderen Seite dort gestanden.
 
"Oh, da weiß ich wo wir rauskommen, da gehen wir drüber und dann sind wir fast zuhause..."
 
Das stimmte auch soweit.
 
Dumm war nur, dass wir erst nach einigen Metern entdeckten, dass die Wiese über die wir da stiefelten frisch gegüllt war. :-(
 
Vor oder zurück...gleich weit. Also Augen zu und durch.
 
Zuhause meine Schuhe unter den Gartenschlauch,
die vom Großen in die Waschmaschine und die vom Kleinen in die Mülltonne.
 
Ich sage euch, nach 24 Stunden Frischluft für meine Schuhe...der Duft haftet an.
 
Aber immerhin weiß ich jetzt, wo es Blaubeeren gibt! ;-)
 
In diesem Sinne, wenn ihr auch mal solche Tage habt, an denen ich direkt nach dem Aufwachen schon ein komisches Gefühl habt,
bleibt doch einfach im Bett! :-)))
 
 
 
 

Besuch von den Nachbarn...

...hatten wir am Wochenende.
 
Es war total nett und ich freu mich, so liebe und nette Nachbarn hier zu haben.
 
Zum Einzug haben sie uns dies hier mitgebracht....
 
 
 
ist das nicht lieb?