Dienstag, 3. September 2013

Der Tag der falschen Entscheidungen

Gestern war es mal wieder so weit. Ein Tag der falschen Entscheidungen.
 
Ich glaube, die Erste war bereits, morgens überhaupt aufgestanden zu sein. ;-)
 
Danach lief es erst noch ganz gut, ich habe mich aufgerappelt und Brot gebacken und ein bißchen am Spinnrad gesessen.
 
Obwohl das Wetter nicht so schön war, wollte ich am Nachmittag einen Spaziergang im Wald machen, denn ich hatte am Tag vorher von den Nachbarn einen Tip bekommen, dem ich nachgehen wollte. Mitten im Wald soll es einen Seerosenteich geben. Da wollte ich hin.
 
Also meine Jungs überredet mit mir zu kommen.
 
Schuhe an und los geht's.
 
Als wir das erste Mal aus dem Wald kamen um die Kuhweide zu überqueren hatte der Bauer leider den Weg mit Elektrozaun für seine Kühe gesperrt.
 
Das wäre der Moment gewesen, an dem es klug gewesen wäre einfach umzukehren und es an einem anderen Tag noch einmal zu versuchen.
 
Tja, nun, was soll ich sagen... man verhält sich halt nicht immer klug.
 
Spontan wollte ich sein und zeigen, dass ich auch eine coole Mama sein kann. ;-)
 
"Wir gehen hier einfach in den Wald und quer Feld ein und dann kommen wir schon irgendwann wieder auf den Weg...."
 
Mhmmm...
 
Also ab in den Wald um dort festzustellen, dass es sich nicht so richtig gut durchkommen lies. Aber umkehren ist ja feige. Wir finden den Weg schon....
 
Also weiter.
 
Der Untergrund wurde immer weicher und feuchter und ich murmelte die ganze Zeit mein Mantra, dass die Jungs das auf keinen Fall alleine so machen dürften; sah ich doch schon einen von ihnen im Moor versinken.
 
Irgendwann kamen wir tatsächlich auf einen Weg. Ich stolz und die Kinder erleichtert.
 
 
Rechts und links alles voller Blaubeeren.
 
 
Die Gegend ist total abwechlungsreich.
 
 
Und das wir wirklich im Moor waren, kann man auch sehen.
 
 
Und dann war er plötzlich da. Ganz überraschend.
 
Der Seerosenteich.
 
 
Irgendwie total witzig, so zwischen Moor und Wald.
 
Dann wollte ich zurück. Die Jungs nicht, die wollten noch weiter.
 
Und eigentlich war das auch schön, denn der Wald hier ist toll.
 
 
Schon fast vergessen, die Tatsache das wir uns vermutlich zuhause von allen möglichen Körperstellen die Zecken würden holen müssen.
 
 
Als wir den Wald verließen wussten wir sogar wo wir waren, aber dann traf ich die schlechteste aller Entscheidungen an diesem Tag...
 
"wo geht denn wohl dieser Weg dort hin?"...
 
fragte ich mich und stiefelte los.
 
Nach kurzer Zeit freudig überrascht, dass ich Geographiegraupe die Lichtung am Ende des Weges wiedererkannte, hatte ich doch zwei Tage zuvor mit Männe von der anderen Seite dort gestanden.
 
"Oh, da weiß ich wo wir rauskommen, da gehen wir drüber und dann sind wir fast zuhause..."
 
Das stimmte auch soweit.
 
Dumm war nur, dass wir erst nach einigen Metern entdeckten, dass die Wiese über die wir da stiefelten frisch gegüllt war. :-(
 
Vor oder zurück...gleich weit. Also Augen zu und durch.
 
Zuhause meine Schuhe unter den Gartenschlauch,
die vom Großen in die Waschmaschine und die vom Kleinen in die Mülltonne.
 
Ich sage euch, nach 24 Stunden Frischluft für meine Schuhe...der Duft haftet an.
 
Aber immerhin weiß ich jetzt, wo es Blaubeeren gibt! ;-)
 
In diesem Sinne, wenn ihr auch mal solche Tage habt, an denen ich direkt nach dem Aufwachen schon ein komisches Gefühl habt,
bleibt doch einfach im Bett! :-)))
 
 
 
 

Kommentare:

  1. *Lach*! Da bin ich ja froh, dass es nur "Odel" (wie wir Bayern sagen) war.
    Anfangs dachte ich noch, eienr von euch würde im Moor versinken oder sich ein Bein brechen oder was auch immer da passieren hätte könnte... puh!

    Aber vorsicht mit den Heidelbeeren! Denk an den Fuchsbandwurm, bei uns wird immer wieder davor gewarnt. Keinesfalls roh essen!

    Besorgte Grüße
    Susi

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  2. Das ist ja eine witzige Geschichte!! Aber aus eigener Erfahrung (mit meinem Vater habe ich in der Kindheit ähnliches erlebt) kommt man tatsächlich meistens auf irgendeinem Weg wieder raus oder sieht ein Dorf das man erkennt.
    Aber Susi Büntchen schließe ich mich an: Vorsicht vor dem Fuchsbandwurm!! Das ist nicht lustig!!

    Liebe Grüße, Sommerfugl

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    1. Ja, inzwischen kann ich auch darüber lachen! ;-)

      Aber ich wohne ja erst ein paar Wochen hier. So gut kenne ich die Dörfer jetzt auch noch nicht. ;-) Aber es ist ja alles gut gegangen.

      Die Blaubeeren habe ich brav gekocht!

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