Sonntag, 22. Juni 2014

Tag 1 - Ankunft bei den Waveline Cruisers an der Quigley's Marina

Wir haben trotz des nächtlichen Schreckens gut schlafen und haben genügend Zeit in Ruhe zu Frühstücken. Um 11 Uhr werden wir am Flughafen von unserem Transfer-Service abgeholt. Das Wetter ist trist und grau, es regnet leicht und die erste halbe Stunde ist die Aussicht nicht die Schönste.
 
Dann wird es aber langsam grüner und immer grüner. Meine Güte, Irland ist wirklich verdammt grün!!! ;-)
 
Nach gut 2 Stunden Rumpelfahrt kommen wir zum Hafen. Die Aufregung wächst. Wir werden begrüßt und dürfen sofort auf unser Boot. Wir bekommen die "Dandelion". Alle Boote haben Blumennamen. Wie schön. Dandelion ist der Löwenzahn.
 
Weil wir Englisch sprechen und die anderen nicht, bekommen wir eine Einweisung auf Englisch. Unser Guide Steve macht das aber super und sogar ich verstehe fast alles.
Dann kommt es zur Probefahrt. Während ich zuhause noch vehement darauf bestanden hatte das Boot fahren zu wollen, (weil ich hoffte, dadurch das Englisch sprechen mit den Schleusenwärtern vermeiden zu können) ist mir sehr schnell klar, dass Englisch sprechen definitiv das kleinere Übel ist. Meine Güte ist dieses Boot groß!!!!
Deshalb trete ich den Job gerne an meinen Mann ab und übernehme das Navigieren. Wir haben eine Gewässerkarte, auf der eigentlich alles Wichtige erklärt ist.
 
Wir entscheiden uns für den ersten Tag nur noch eine Probefahrt auf dem Lough Ree zu machen, denn die gesamte Überquerung dauert ca. 3 Stunden. Zuviel für den ersten Tag.
 
Also zuckeln wir los!
 
 
Das Wetter wird im Laufe des Tages immer schöner. Das stimmt uns positiv für den nächsten Tag, denn da müssen wir ja rüber über den See. Er gilt als tückisch und soll auf keinen Fall bei Windstärken über 4 befahren werden.
 
Wir können das kaum glauben.
 
 
Wir lernen das Navigieren mit grünen und roten Bojen.
 
 
Nach einer Stunde fahren wir zurück zum Hafen. Wir fühlen uns stolz und frei!
 
 
Das Ganze wird etwas gedämpft, als wir nicht schaffen, an der für uns vorgesehenen Stelle anzulegen. Dumm gelaufen. Wir fahren wieder raus aus dem Hafen und überlegen, was wir machen sollen. Solange im Kreis fahren, bis uns jemand zur Hilfe kommt? ;-) Wir fühlen uns ziemlich hilflos und legen in unserer Verzweiflung an einer Stelle an, die eigentlich jemand anderem gehört. Wir fragen im Büro nach, was wir machen sollen und erfahren, dass wir dort liegen bleiben dürfen, weil "Benny mit seiner Yacht schon weg ist!" Ein Dankesgruß an Benny!
 
Ca. 7 Minuten Fußweg vom Hafen soll es einen Pub geben. Wir beschließen den Tag dort zu beenden. Aber....wir finden ihn nicht! ;-) Da wir keinem Menschen begegnen können wir niemanden fragen, aber genießen kurz den Blick auf den See.
 
 
Da wir den Einkaufsservice genutzt haben, befinden sich auf unserem Boot Salami und Toast, so dass wir trotzdem nicht hungern müssen.
 
Und dann verbringen wir unsere erste Nacht auf einem Boot!
 
 
 
 
 

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