Montag, 23. Juni 2014

Tag 2 - von Quigley's Marina über den Lough Ree nach Lanesborough

Unser zweiter Tag beginnt nach dem Aufstehen mit dem Motorcheck.
 
 
Jeden Morgen müssen Kühlwasser und Ölstand überprüft und die Wasserfilter gereinigt werden.
 
Außerdem muss das Frischwasser aufgefüllt werden.
 
 
Wir sind ein wenig unsicher wegen des Wetters. Es ist zwar schön, aber sehr windig. Ist das jetzt schon Windstärke 4??? Wer weiß das schon?
 
Wir beschließen einfach mal rauszufahren auf den See und zu schauen, wie's so läuft. Umkehren kann man ja immer noch. Aber schließlich sind wir ja nicht hier hergekommen um mit unserem Boot nur im Hafen zu liegen.
 
 
Am Anfang läuft auch noch alles gut.
Gewissenhaft zähle ich als Navigatorin alle Bojen um den Überblick zu behalten, wo wir uns auf dem See befinden.
 
Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit wird das Wetter echt schlecht. Es regnet feste und hinter uns zieht ein Gewitter heran. Das ist nicht witzig.
 
Wir müssen zum fahren in die Kabine gehen und trotz Scheibenwischer ist die Sicht schlecht. Wir wechseln uns mit fahren und navigieren ab, denn auch das Bojen suchen durch das Fernglas ist anstrengend.
 
Gott sei Dank hält sich der Wellengang in Grenzen, aber das heranziehende Gewitter macht uns schon Sorgen. Aber hinter uns ist auch noch ein Boot und das ist ja viel näher dran am Gewitter.
Wir reden uns das Ganze schön.
 
Am Ende haben wir aber Glück und das Gewitter zieht seitlich an uns vorbei.
3,5 Stunden brauchen wir bis zum Anleger von Lanesborough.
 
 
Das Anlegen klappt dafür super und wir ruhen uns erstmal etwas aus, bevor wir die Gegend erkunden.
 
Lanesborough ist ein Ort, der zu zwei Regierungsbezirken gehört. So wird der Ort mitten auf der Brücke in zwei Teile geteilt.
 
 
Wir machen einen Spaziergang zum Einkaufsladen und wandern einen kleinen Naturpfad entlang.
Dabei entdecken wir diese Schnecke, die die Windung ihres Hauses auf der falschen Seite hat.
In Irland haben also sogar die Schnecken Linksverkehr. ;-)
 
 
Vom Boot aus kann man auch toll jede Menge Wasservögel beobachten.
 
 
Am Anleger angelt ein Vater mit seinen drei Söhnen. Auf dem Weg zum Toilettenhäuschen muss ich an ihnen vorbei. Als ich zurückkehre habe ich plötzlich einen Angelhaken im Hintern stecken!
Gott sei Dank nur in der Jeans.
 
Der Sohn hat mit seiner Angel lustig ausgeholt ohne vorher zu schauen, ob gerade jemand hinter ihm hergeht.
Während er versucht den Angelhaken aus meiner Hose zu bekommen, stelle ich mir vor, wo mich das Ding noch so hätte treffen können. Dem Jungen ist das Ganze sehr peinlich und ich versuche einen Witz zu machen, in dem ich sage, dass er sich da aber einen ziemlich dicken Fisch geangelt hätte.
 
Sein Vater kommt hinzu und kann aber vor Lachen kaum helfen. Wenigstens fragt er ob ich ok bin.
Den Rest des Abends nutze ich die Toilette an Bord und muss mich immer wieder dem Gespött der restlichen Crew hingeben. ;-)
 
Naja, wenigstens hatten wir was zu lachen.
 
Das war unser zweiter Tag in Lanesborough.
 
 
In der Nacht träumen wir von einem Leben auf See und einem Segelschein. ;-)
 
 
 
 
 
 
 

Kommentare:

  1. Hi Gesa, was du wieder für tolle Bilder zeigst! Da wird man ja richtig neidisch! Auch die von den anderen Posts... hach ich will auch (wieder) Urlaub! ;-)

    Ach ja, du bist übrigens ein Glückskind mit der Entdeckung deiner "anderen" Schnecke.
    Das ist wohl ein Schneckenkönig, so einen konnte ich noch nie finden, obwohls bei uns so viele gibt.
    Herzlichen Glückwunsch!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenk%C3%B6nig

    Liebe Grüße
    Susi

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    1. Hallo liebe Susi,

      Oh, ein Schneckenkönig! Wie schön! Das kannte ich gar nicht. Vielen Dank, dass ich durch dich wieder was über Flora und Fauna gelernt habe! Das ist toll! Danke das du hier liest und immer so fleißig kommentierst, das freut mich sehr! Und das dir die Bilder gefallen freut mich natürlich auch! Wobei deine Makrobilder ja selber immer der Hammer sind! <3

      Ganz liebe Grüße

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