Freitag, 18. Juli 2014

Tag 9 - Dromond - Rooskys - Tarmonbarry - Lanesborough


Am Morgen des 9. Tages gehen wir erst noch den Kühlschrank füllen und bummeln dann so durch den Morgen. Im Wasserfilter finden wir einen kleinen toten Fisch. :-(
Das Wetter ist mal wieder typisch irisch.
Während wir so rumhängen und die Yachten bestaunen und die Menschen beobachten fällt uns plötzlich ein, dass Sonntag ist....und sonntags kann man nur bis 12 Uhr tanken.
Ein Blick auf die Uhr....11:30 Uhr...Mist!!!
 
Überstürzt legen wir ab, es gibt kein Foto von unserem Schiff in zweiter Reihe und wir können uns nicht von den hilfsbereiten und so freundlichen Iren verabschieden, was uns sehr leid tut. Sie winken uns aber sehr herzlich als wir fortfahren.
 
Wir stellen fest, dass wir uns doch besser ein paar Gedanken über den heutigen Tag hätten machen sollen, denn nachdem wir in Rooskys getankt haben hängen wir in Tarmonbarry vor der Schleuse fest, weil von 13 bis 14 Uhr Mittagspause ist. Wir spielen mal wieder Karten, als weitere Schiffe kommen, der Anleger aber voll ist.
 
Ganz cool und sehr souverän helfen WIR heute anderen in zweiter Reihe anzulegen. Wir wissen jetzt schließlich wie das geht. ;-)
 
Als wir in Lanesborough ankommen, sehen wir von weitem, dass dort Kirmes zu sein scheint. Ein Highlight für unsere Kinder.
Welche Ernüchterung, als wir dann vor den 3 Fahrgeschäften und der einen Losbude stehen. Tja...wenigstens gibt es einen Spielplatz und die Jungs toben sich mal so richtig aus.
 
Das Wetter wird wieder besser und nach dem Einkauf genießen wir das Leben an Bord eines Schiffes.


Tag 8 - Drumshanbo - Carrick on Shannon - Dromond

Heute haben wir eine lange Tour vor uns. Wir wollen den Kanal mit den Schleusen hinter uns bringen, in Carrick nochmal anhalten um Erinnerungsstücke zu kaufen und Postkarten zu schreiben und dann noch weiter bis nach Dromond zurück. Der Hafen hatte uns einfach zu gut gefallen und deshalb wollen wir auch auf unserer Rückreise dort noch eine Nacht verbringen.
 
Heute beginnt der Tag tatsächlich mit gutem Wetter. Wir können es kaum glauben.

 
Wir schaffen es tatsächlich alle Schleusen und Brücken ohne weiteren Schaden zu durchqueren und fahren ganz Profi mit hochgelegten Pollern in die Schleusen.
 
Aber eng ist sie schon! ;-)
 
 
Heute haben wir auch viel mehr Zeit und Ruhe um ein paar Fotos zu machen.
 
 
Ganz angehende Kräuterpädagogin bin ich verzückt von den vielen Pflanzen, die einfach überall einen Platz zum Wachsen finden.
 
 
Zurück im Jamestown-Kanal können wir über Schleusen in die 4 Schiffe gleichzeitig passen nur schmunzeln.
 
 
Wir freuen uns, als wir wieder auf dem Shannon sind.
 
 
Nach insgesamt 5 Stunden und 15 Minuten erreichen wir gegen Abend Dromond und sind doch arg überrascht, dass der Hafen recht voll zu sein scheint. Wir liefern uns noch ein Wettrennen mit einem anderen Boot, dass wohl auch noch auf einen Liegeplatz hofft.
 
Kurz vor der Hafeneinfahrt meint Kapitän M. der Hafen sei voll und er würde jetzt drehen, doch eigentlich war da kein Platz zum drehen, denn überall im Wasser sind Felsen zu sehen.
 
Wir kriegen richtig Streit, weil ich ihn zwinge in den Hafen reinzufahren und dieser voll ist. Ich werde ziemlich angemotzt, dass wir jetzt den Sch...ß hätte, kein Anlegeplatz und kaum Platz zum wenden.
 
Aber dann winken uns freundlich Iren vom Rand aus zu und wollen uns einweisen in zweiter Reihe anzulegen. Kapitän M. will das eigentlich nicht, aber letztlich haben wir keine Wahl, denn jetzt noch weiterzufahren wäre stressig ohne Ende.
 
Mit Hilfe schaffen wir es auch recht souverän zum ersten Mal in zweiter Reihe anzulegen und da das Schiff an dem wir anlegen auch gerade nicht bewohnt ist, müssen wir keine Hemmungen haben, da rüber zu laufen um an Land zu kommen.
 
Froh am Ziel zu sein ruhen wir uns erstmal aus und bewundern die Yacht die direkt neben uns liegt.
Obwohl der Hafen pickepacke voll ist und nach uns noch 2 weitere Schiffe in zweiter Reihe anlegen ist das doch ein richtig guter Ort. Auch mit Trubel.
 
Es ist so warm geworden, dass die Kids sogar an der Hafeneinfahrt ins Wasser gehen und Männe und ich genießen den Abend indem wir dort auf der Wiese sitzen und auf's Wasser gucken.
 
Die Iren von der Yacht sind super nett und Kapitän zur Ausbildung L. und die Energiezecke J. dürfen den Hund streicheln und das große Kind spricht ganz ohne Hemmungen Englisch. Ich bin begeistert.
 
Ende gut, alles gut. 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 7 - von Drumshanbo nach Spencer Harbour und zurück nach Drumshanbo

Am Morgen des 7. Tages halten wir einen Plausch mit dem Schleusenwärter, da unser Anleger ja direkt an der Schleuse liegt. Wir erzählen, dass wir heute auf den Lough Allen wollen und er empfiehlt uns den Hafen von Spencer Harbour anzulaufen. Die Anleger am Lough Allen (es sind zwei) sind alle ohne jeglichen Komfort, aber das macht uns ja nichts. Der Wärter meint, Spencer Harbour wäre "very romantic" wonach wir ihn fragen, ob er für 24 Stunden auf unsere Kinder aufpassen möchte. ;-)
 
Nach dem Frühstück geht es dann los.

 
Das Wetter ist nicht so toll. Es hat in der Nacht feste geregnet und es liegt noch sehr viel Nebel in der Luft.
 
 
Ich stelle fest, dass ich das Fahren auf den großen Seen eher langweilig finde. Man sieht irgendwie schon alles von Weitem und eine Herausforderung an den Kapitän ist die Fahrerei auch nicht.
 
Wir haben immer mal wieder die Hoffnung, dass das Wetter vielleicht doch noch besser werden könnte....
 
wird es aber nicht.
 
 
Trotzdem fahren wir einmal die ganze Küste des Sees ab, bis wir nach 1 Stunde und 20 Minuten bei Spencer Harbour ankommen.
 
 
Außer einem Bauarbeiter, dem wir mit Frischwasser aushelfen, treffen wir keine Menschenseele.
 
Ob es nun am Wetter liegt, an den Kindern oder daran, dass ich friere wie blöde, die Romantik dieses Anlegers erschließt sich uns an diesem Tage nicht. Und nach einer Runde Karten und dem Mittagessen beschließen wir, wieder nach Drumshanbo zurückzufahren.
 
Auf Wiedersehen Lough Allen.