Sonntag, 30. November 2014

Einen Adventskalender...

...der besonderen Art gibt es in diesem Jahr hier bei mir. 

Dank der lieben Mädels von ravelry habe ich seit letztem Jahr einen Socken-Adventskalender. Irgendwie hatte ich ja selber nur 5 Stück geschafft 
und den Rest haben die Mädels 
für mich gestrickt und
 mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. 

Dieses Jahr wurde er dann zum ersten Mal befüllt. Aber zunächst musste die Frage geklärt werden, wo die Socken aufgehängt werden. Die Lösung war das schwarze Brett in der Küche. 

Gefällt mir super so! 


So süß die kleinen Söckchen...


...eines hübscher wie das andere.


Da ja aber irgendwie jeglicher Überraschungseffekt fehlt,
wenn man sich seinen Kalender selber befüllt 
und ich grundsätzlich auch nicht immer alles für mich alleine haben muss, haben wir beschlossen, 
da einen Familienadventskalender draus zu machen.
24 Socken, 4 Personen,
 jeder darf bis Weihnachten
 6 Socken auspacken.

Also haben die Kinder eingekauft und heimlich verpackt und ich und Männe haben eingekauft und heimlich verpackt und so haben wir alle unsere Überraschungen bis Weihnachten.



Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit. 


Dienstag, 25. November 2014

Traumhaftes Wetter...

...hatten wir,
als wir uns am Samstag
einer Führung des Kulturkreises Irschenberg anschlossen.

 
Die Führung hatte das Thema:
"Von Mythen und magischen Orten"
und wurde von Gretel Rombach geleitet,
die das wirklich mit sehr viel Hingabe und Leidenschaft gemacht hat.
 
Begonnen haben wir beim Erdstall in Reichersdorf.
 
Ein Erdstall ist ein mittelalterliches, von Menschenhand geschaffenes, unterirdisches Gängesystem, dessen Nutzen bis heute völlig ungeklärt ist.
 
Wenn man einmal in so einem Erdstall war, weiß man warum...
 
es ist eng, niedrig, es gibt keinen Ausgang und keine Frischluftzufuhr, auch keine Lagermöglichkeiten....keine Ahnung, was die Menschen damit gemacht haben.
 
Und doch gibt es an die 700 Stück von diesen unterirdischen Gängen, die sich von Tschechien über Süddeutschland und Österreich bis nach Frankreich ziehen.
 
Sie sind nie gleich und doch alle irgendwie ähnlich.
 
Unser Erdstall befindet sich im Privatbesitz eines Bauern und wird immer wieder freundlicherweise für Führungen zugänglich gemacht.
 
Entdeckt wurde er ca. 1640 als der damalige Bauer einen Brunnen graben wollte.
Kurze Zeit später wurde dann über diesem Tunnelsystem diese Kapelle errichtet.
 
 
Früher befand sich ein direkter Zugang von der Kapelle in die Gänge.
 
 
Diese sind heute allerdings versperrt.
 
 
Der Zugang von außen ist natürlich nachträglich stabilisiert worden, aber die Gänge unter der Erde sind alle noch im Originalzustand.
 
 
Bilder der Erdställe,
oder Schratzllöcher, wie sie hier im Volksmund genannt werden,
 kann ich euch nicht bieten, es ist dort unten stockdunkel und man muss mit ordentlich eingezogenem Kopf da durchgehen, zum Ende hin auf allen vieren. ;-)
Da müsst ihr wohl selber mal eine Begehung machen.
 
(Schratz = koboldhaftes Wesen, Waldgeist, Zwerg)
 
Weiter ging es dann in Weyarn.
Dort gingen wir zur Fentbach-Schanze.
Ein ehemaliges keltisches Oppidum, das auf ca. 2000 Jahre datiert wird.
 
Von diesem Dorf ist allerdings nur noch der Wall erhalten.
Hier sieht man den unteren Wall....
 
 
...welcher besonders gut bei Schnee aus der Vogelperspektive zu erkennen ist.
 
Und hier den eigentlich Hauptwall.
 
 
Das Gelände wurde inzwischen ausführlich vermessen, für archäologische Grabungen fehlt aber leider das Geld.
 
Hier hat man den Zugang zum inneren des Walls...
 
 
...ob sich aber auch damals an dieser Stelle das Tor befunden hat, ist nicht historisch belegt.
 
Im Inneren lassen sich die Ausmaße gut daran erkennen, dass der Innenbereich dank des Bauern von einer Verwaldung befreit bleibt.
 
 
Wer Interesse an solchen Stätten innerhalb des Landkreises hat, dem kann ich eine Führung mit Frau Rombach wirklich nur ans Herz legen.
 
Wir hatten einen tollen Tag...
 
 
...an dem sich zum Abschluß
auch noch die Berge aus dem Nebel hoben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 4. November 2014

Himmel und Erde


Angesichts solcher Bilder 
kommt man sich auch auf dem höchsten Berg 
manchmal ganz schön klein 
und nichtig vor. 

Erdkammersirup

Erinnert ihr euch noch? 
Im Mai diesen Jahres vergrub ich
 ein Glas mit Spitzwegerichblättern und Honig
 in meinem Garten...

...nun wurde der Schatz gehoben. :-)


Von Folie und Erde befreit, 
hat das Glas seine unterirdische Aufenthaltszeit 
offensichtlich gut überstanden.


Besonders überrascht hat mich, dass alle Spitzwegerichblätter oben schwammen. Denn ich hatte mir ja viel Mühe gegeben, das Ganze sorgsam zu schichten.

Dann hab ich den Honig eine Nacht lang zugedeckt durch ein Sieb laufen lassen.


Kommentar vom Kind: 
"Das schaut ja voll ekelig aus! 
Riecht aber gut!"
;-)

Und dann abgefüllt.


Jetzt kann der Winter kommen. :-)