Dienstag, 21. April 2015

Die Eidechse und ich



Wer Tiere fotografieren möchte, der braucht Geduld. 

Für den Schmetterling im Header habe ich eine halbe Stunde auf dem Bauch gelegen. Aber ich finde, die Mühe hat sich gelohnt. 

Es war wohl der Tag der Tiere gestern.

Denn am Nachmittag besuchte mich auf der Terrasse eine kleine Waldeidechse. 
(ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn das nicht stimmen sollte)


Neben meinem Liegestuhl haben wir das Holz für den Kamin gestapelt...


...und dieser Ort schien ihr ausgesprochen gut zu gefallen.


Und so verbrachten wir zweieinhalb Stunden miteinander...


...in denen wir uns ausgiebig beobachteten...


...bevor sie von dannen zog. 




Montag, 20. April 2015

Alternative Tischdekoration



Keine frischen Blumen auf dem Tisch?

Dann stell doch Kräuter drauf. :-)

Mein Vorschlag für eine alternative Tischdekoration.


Ihr besorgt euch Astscheiben. 
Die sind nach dem Sturm zur Zeit relativ leicht zu bekommen. Einfach im Wald die netten Förster und Waldarbeiter fragen, die derzeit die Sturmschäden aufräumen, ob sie euch ein Scheibchen abgeben. 

Dann besorgt ihr euch kleine Weckgläschen.
Die gibt es im Internet oder im Haushaltswarenladen.

In meinen sind Brennnesselsamen, Bärlauchsalz und bunte Blüten.
(Ringelblume, Rose und Kornblume)


Das schaut unheimlich gut aus...

...und man kann sich bei Tisch auch gleich bedienen. 

Viel Spaß beim Ausprobieren. 




Sonntag, 19. April 2015

Geschafft!!!

Yeah! Voller Stolz darf ich mich nun...



nennen. 

Ok, das offizielle Zertifikat gibt es erst am 9. Mai. 
Aber heute habe ich 
alle Prüfungsteile bestanden.
Jetzt darf ich breit grinsen 
und
 versuchen in den nächsten Tagen ein bisschen runterzukommen.
:-)

Donnerstag, 16. April 2015

Projekt Hirngespinnst



...oder
 "wenn die Eichenkönigin 
im Sonnenschimmer zur Sambatänzerin wird". 

Manchmal hab ich ja echt komische Ideen. ;-)
Zum Beispiel die, das ich gerne einen Pullover aus handgesponnener Wolle hätte. 

Jetzt gibt es aber zwei Probleme. Erstens hab ich gerade kein Geld mir so viele Kammzüge wie ich für einen Pullover bräuchte zu kaufen und zweitens wird mir spinnen in einer Farbe ja immer recht schnell langweilig.

Was also tun?

Ich habe ein Bad genommen. 

Ein Wollbad.

In meinem unermesslichen Reichtum an Wolle, die ich schon besitze. 

Und kam dann mit vier Kammzügen wieder zum Vorschein. (Stunden später, nachdem bereits Vermisstenmeldungen bei der Polizei eingegangen waren. ;-))


Unterschiedliche Farben und unterschiedliche Qualitäten.
Ganz viel BFL, ein bisschen Seide, ein bisschen Yak und Kaschmir ist auch dabei. 
Edel.
Und ich befand es für gut.

Dann habe ich alle Kammzüge ganz wild auseinandergezupft in viele, viele Einzelteile. 
Das sah dann so aus.


Und dann habe ich gesponnen. Einfach so. Einmal Querbeet. 

Und das war auch gar nicht langweilig und ging recht schnell. 
Der erste Strang zumindest.
Und so schaut das Ganze jetzt aus.


Ziemlich bunt für jemanden, der am liebsten schwarz, grau und oliv trägt. ;-)

Aber manchmal hab ich halt so komische Ideen. :-)

So, ich bin dann mal weiterspinnen.
Das kann man nämlich ganz wunderbar, 
während man hier mantra-artig sein Pflanzenwissen für die morgige Prüfung aufsagt. 

Man sieht sich! 



Sonntag, 12. April 2015

Über die Ostertage...



...habe ich mir ein bisschen frei genommen vom Lernen 
und einfach mal ein bisschen gestrickt.

Hach, das hat gut getan. 

Und so kann ich euch heute ein neues fertiges Projekt zeigen.


Mal wieder ein Tuch, das nicht so Null-Acht-Fünfzehn ist.

Es wird hinten geknöpft.


Eigentlich sind an der Kante Knopflöcher angehäkelt, aber durch die Löcher im Tuch kann man es eigentlich so knöpfen wie man möchte, damit es vorne schön sitzt.

Als Knöpfe habe ich mir mal was Regionales ausgesucht. ;-)


Muster: Cowgirl Cowl von Pam Powers (leider nur in Englisch vorhanden)
Wolle: Online Linie 8 Starwool Maxi
Farbe: Nr. 19 (Grau)
Verbrauch 250 g
Für: Mich :-)

Mittwoch, 8. April 2015

Nach dem Sturm...

...das erste Mal in den Wald zu gehen, ist immer auch eine traurige Angelegenheit.


Dieses Mal hat es unseren und den Nachbar-Landkreis hart getroffen.

100.000 gefallene Bäume.


Ein letzter Gruß an dieser Stelle an unsere Gefährten.



Der erste Besuch des Jahres...



...im Wald ohne Schnee!!! Und sogar mit Sonne! Und es war sogar fast ein kleines bisschen warm!

Unglaublich, wie gut das tut!

Ein kleiner gelber Zitronenfalter und zwei Bussarde haben meinen Spaziergang begleitet, aber weil ich das Tele zuhause gelassen hatte, müsst ihr euch mit einer Erzählung begnügen. 

Fotos von meinen Funden habe ich trotzdem einige mitgebracht.

Ein paar Leberblümchen...


...und coole Pilze.


Schöne Wege...


...und... Elche??? ;-)
(ok, man braucht ein wenig Phantasie!)


Huflattich...


...und am Ende...

dann doch noch ein Hauch von Schnee. ;-)


Ich freu mich auf die warmen Tage! 




So eine hübsche...



...Blume ist die Schlüsselblume. 

Mit ihren zarten, gelben Blüten erfreut sie uns im zeitigen Frühjahr.


Es heißt, Petrus, der Wächter der Gottespforte, habe eines Tages seinen Schlüssel auf die Erde fallen lassen. Als die Engel ausflogen um ihn zurückzuholen,
fanden sie an der Stelle wo der Schlüssel den Boden berührt hatte
diese hübsche Blume.

Wenn ihr sie in der Natur findet, dann solltet ihr euch an ihrem Anblick erfreuen, 
sie aber nicht pflücken,
denn sie steht unter Naturschutz.

Man kann sie aber auch schön im Garten ansiedeln,
dann müsst ihr allerdings auf Dünger verzichten, denn den mag die Schlüsselblume gar nicht.

Hier auf den Bildern seht ihr übrigens die "hohe Schlüsselblume" oder auch "Waldschlüsselblume".
Es gibt auch noch die "echte Schlüsselblume" oder auch "Wiesenschlüsselblume", deren Farbe aber vom Gelb her dunkler ist und außerdem noch orangefarbige Tupfen auf den Kronblättern hat.

Auch spannend finde ich, dass benachbart stehende Schlüsselblumen einen Mechanismus entwickelt haben, um sich nicht gegenseitig zu bestäuben. 
Denn Nachbarbestäubung gilt als ähnlich minderwertig wie Selbstbestäubung. 

Und zwar bildet die eine Schlüsselblume einen langen Griffel und kurze Staubblätter aus...
(hier seht ihr nur den Griffel, die Staubblätter sind in der Kronröhre verborgen)


...und die benachbart wachsende Schlüsselblume bildet einen kurzen Griffel und lange Staubblätter aus.
(hier seht ihr nur die Staubblätter, der Griffel ist in der Kronröhre verborgen)


Ihr könnt ja selber einmal nachschauen, wenn ihr das nächste Mal an ein paar Schlüsselblumen vorbeikommt.

Aber bitte nur schauen...

...damit sich eure Kinder auch noch
 an diesem hübschen Blümchen erfreuen können!





Donnerstag, 2. April 2015

Unter erschwerten Bedingungen...



...habe ich heute meine Kräuter
 für die Gründonnerstagssuppe suchen müssen. 
Bei Sturm und Regen habe ich mich nicht in den Wald getraut, sondern nur
 bis in meinen Garten 
und auch da war ich trotz fleißiger Hilfe meines Kindes
 in relativ kurzer Zeit
 durchgefroren und nass. 

Und eigentlich soll man ja auch gar nicht
 bei Regen Kräuter sammeln
 und Brennnesseln schon gar nicht am Vormittag
....hach...
aber ich wollte das doch heute...
...unbedingt...

Die "originalen" Kräuter für die Suppe haben wir eh nicht in meinem Garten gefunden, 
aber ein bisschen improvisieren 
muss ja mal erlaubt sein. 

Und so kam an Ende das dabei raus.


Löwenzahn, Gänseblümchen, Garten-Schaumkraut, Brennnesseln, Gundermann, Schafgarbe und Spitzwegerich.

Wegen der doch geringen Menge an Kräutern,
habe ich das Ganze dann auf Basis einer Kartoffelsuppe gekocht. 

Zur Deko gab es noch 
Creme fraiche,
Radieschenblätter und Gänseblümchen.
(Die sich übrigens öffnen, wenn man sie in die warme Suppe legt)

Lecker. :-)


Und während draußen leise der Schnee rieselt 
habe ich dann noch 
ganz ohne die unlustigen Kinder 
meine Ostereier gefäbt. 
Das mache ich nämlich immer 
an Gründonnerstag.

Diesmal - 
 ganz einer angehenden Kräuterpädagogin unwürdig
 - mit gekauften Farben.

Aber das war schnell, praktisch
und am Ende
trotzdem auch hübsch.

Nächstes Jahr dann wieder 
mit Pflanzen und Kräutern...
...vermutlich...


Und so wünsche ich euch
ein paar fröhliche Ostertage.

Macht es euch gemütlich.
Ich werde 
den Kamin entzünden 
und
mal eine 
kleine Lernpause einlegen.