Dienstag, 24. November 2015

Der erste Schnee ist da



Und gleich herrscht morgens im Wald eine ganz andere Stimmung.


Wildbeobachtungen kann man aber jetzt vergessen.
Jeder Schritt knirscht auf dem gefrorenen Boden so laut, dass ich meilenweit zu hören bin. ;-)


Und mit minus 8 Grad ist es auch ziemlich zapfig, wenn ich bedenke, dass ich vor 6 Tagen noch draußen Mittag gegessen habe. 


Diese Stute musste ich beim morgendlichen Yoga einfach knipsen.
Wie schön ihr rotbraunes Fell im Schnee leuchtet.


Und sonst so...

noch vor dem ersten Schnee habe ich Bilder von einem gehäkelten Tuch gemacht.

Leider kann ich euch gerade nicht sagen, um welches Muster es sich handelt, denn ich bin zu faul, dass Buch rauszusuchen.

Aber es ist aus dem Buch
"Häkeltücher"
von Veronika Hug


Die Wolle ist ein Wollmeise Lace
in der Farbe QED.


Im Moment liegt es erstmal in der Geschenkekiste, 
solange ich es selber nicht brauche. ;-) 

Ansonsten habe ich eine neue Designerin für mich entdeckt.
Monie Ebner aus Österreich.

Sie hat tolle Tücher entworfen.
Eines davon habe ich gerade auf den Nadeln.
Den Schafberg.


Ich glaube, es wird am Ende ziemlich groß. 
Ich stricke mit Kaschmirsockenwolle von Zauberwiese.
Das ist ein echter Genuss, kann ich euch sagen.  
Das wird ein schönes Kuschelstück.
Eigentlich kann man auf dem Bild gar nicht erkennen, wie es am Ende ausschauen wird. Dafür müsst ihr einfach mal oben dem Link folgen.

Außerdem habe ich zum Geburtstag einen tollen Kammzug von Frau Elfenwolle bekommen.
"Land der Drachen" heißt er.

Den musste ich mir gleich auf's Rad holen.


Ich glaube, das wird richtig fein.

Leider habe ich festgestellt, dass spinnen für den Arm viel schlimmer ist als stricken und nach nur einer Stunde tut mir jetzt höllisch die Schulter weh. :-(
Also erstmal wieder Pause auf der Couch mit Wärmflasche.

Ich wünsche euch noch eine gute Woche,
hier soll es morgen mit dem Schnee weitergehen.


 
 
 
 
 

Samstag, 21. November 2015

40



Zuversichtlich
Glücklich
Dankbar
Zufrieden
Liebend
und immer mehr
ich
angekommen im Leben




Mittwoch, 18. November 2015

Löwenzahn - auf den Spuren des Rucola



Heute hatte ich in meiner grünen Biokiste Löwenzahn aus Italien.


Da musste ich doch ziemlich schmunzeln.
Wieso brauche ich Löwenzahn aus Italien, wenn ich doch den besten bayrischen Biolöwenzahn direkt auf meiner Wiese im Garten habe?

Ein Grund könnte sein, dass der Löwenzahn gerne in die Fußstapfen des Rucola treten möchte.
Diese nette, ursprünglich als Rauke in Deutschland bekannte, Pflanze, hatte es nicht leicht bei uns.
Sie war nämlich als Unkraut verschrien. 
Und was macht unsere Gesellschaft gerne mit Unkraut? 
Man versucht es auszurotten.

Bei der Rauke ist es uns GsD nicht gelungen.
Nach einigen Jahren, in denen niemand mehr über dieses Kraut gesprochen hat, kam sie plötzlich in neuem Gewand daher.
Oder besser...
...unter neuem Namen.
Rucola...
...aus Italien!

Und die Itliener wissen doch, was gut ist, oder?

Seitdem erfreut sich Rucola größter Beliebtheit und ist von unserem Speiseplan kaum mehr wegzudenken.

Der Löwenzahn geht nun gerade denselben schweren Weg.
Als Unkraut betitelt, versuchen die Gärtner, die gerne einen Wimbeldonrasen vorzeigen mögen, ihm Herr zu werden.
Meist ohne Erfolg.

Als ich letztes Jahr im Rahmen meiner Kräuterpädagogenausbildung versuchte, meinem Mann dieses nette Gewächs auf den Teller zu bringen, war sein Kommentar:

"Wenn man Löwenzahn essen könnte, dann könnte man ihn auch im Rewe kaufen!"

Das muss der kleine Löwenzahn wohl gehört haben. 
Denn bereits im Sommer sah ich in zum ersten Mal auf dem Wochenmarkt.

Und jetzt, als Delikatessensalat...
...eben aus Italien.

Da könnte man sich jetzt schon fragen, warum wir Menschen uns so für dumm verkaufen lassen, oder?

Aber das frage ich nicht.

Ich zeige euch lieber, was man Leckeres mit diesem wunderbaren Löwenzahn machen kann.
Dafür muss er auch nicht aus Italien sein, es tut auch der aus eurem Garten.

Vorausgesetzt, ihr kippt nicht irgendwelches Giftzeug auf eure Wiese.

Bei uns gab es also heute Spaghetti mit Löwenzahn-Pesto.

Dafür habe ich den Löwenzahn nur kurz abgebraust und in der Salatschleuder trocken geschleudert. Bitte legt euren Löwenzahn nicht stundenlang ins Wasser. Viele wichtige Inhaltsstoffe sind wasserlöslich und gehen euch so verloren.

Dann hab ich ihn grob kleingeschnitten und mit Olivenöl im Mixer kleingehäckselt.


An dieser Stelle muss ich natürlich wieder kurz eine Ode an gutes Olivenöl halten.

Bitte kauft euch gutes Olivenöl.
Es braucht echt nicht viele Zutaten um ein leckeres Essen zuzubereiten. 
Ein einfacher Tomatensalat mit Basilkum;
Spaghetti mit Petersilie und Knoblauch 
oder der Klassiker Tomate-Mozzarella,
alle diese Gerichte leben durch das Olivenöl.

Ok, genug der Rede.

Nachdem ich den Löwenzahn nun in pürierter Form vorliegen hatte,
stellte ich fest, das es für eine Mahlzeit zuviel sein würde.

Deshalb füllte ich einiges davon in kleine Gläschen.


Wichtig ist, dass ihr oben als Abschluss nochmal Olivenöl aufgiest.
So hält sich das Ganze im Kühlschrank ein Weilchen frisch.

Dann habe ich in etwas Olivenöl eine fein gehackte Knoblauchzehe angedünstet und ein paar Tomatenspalten zugegeben.

In der Zwischenzeit wurden die Spaghetti gegart.

Nachdem diese fertig waren, hab ich sie zu den Knoblauchtomaten gegeben und das Pesto untergerührt. 
Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer.
Besonders gut schmeckt das Ganze, wenn ihr euch ein paar geröstete Pinienkerne und etwas frisch geriebenen Parmesan gönnt.

Guten Apetit!


So, jetzt fragt ihr euch vielleicht trotzdem immer noch:
"Warum sollte ich Löwenzahn überhaupt essen?
Basilikum-Pesto ist doch auch fein!"

Es gibt sicher nichts, was gegen Basilikum-Pesto, aber vieles, was für Löwenzahn-Pesto spricht.

Löwenzahn ist ein Wildkraut.
Und Wildkräuter haben gegenüber unseren Kulturpflanzen einen unglaublichen Vorteil.
Sie besitzen einen hohen Anteil sekundärer Inhaltsstoffe.

Aber was ist das und warum nützt uns das?

Die sekundären Inhaltsstoffe bildet eine Pflanze um besser überleben zu können.
Sie passt sich damit an z. B. Umgebungstemperaturen an oder wehrt sich gegen Fraßfeinde.

Unseren Kulurpflanzen ist ein Großteil dieser sekundären Inhaltsstoffe verloren gegangen, da sie durch unseren Anbau und unsere Pflege immer optimale Bedingungen vorfinden. 
Sie haben es also gar nicht mehr nötig,
diese sekundären Inhaltsstoffe zu bilden.

Für uns sind diese Stoffe aber gesundheitlich von größter Bedeutung.
Denn die meisten von ihnen wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. 
Natürlich gibt es da auch Ausnahmen und deshalb sollte man nur essen, was man kennt. 

Im Löwenzahn, zum Beispiel, gibt es sehr viele Bitterstoffe.
Diese Bitterstoffe wirken sich positiv auf unseren Magen-Darmbereich aus. Sie sind apetitfördernd, regen die Verdauung an (vor allem die Fettverbrennung) und stärken unser Abwehrsystem.
Ein netter Nebeneffekt ist unter anderem, dass Heißhungerattacken auf Süßes unterbunden werden.

Leider sind Bitterstoffe fast vollständig von unserem Speieplan verschwunden.
Da uns Nahrung in Hülle und Fülle zur Verfügung steht, können wir sehr wählerisch sein, was unser Essen angeht und Süßes schmeckt doch so viel besser als Bitteres.
 Viele unsere Wohlstandserkrankungen hätten wir uns aber sparen können, wenn wir die Bitterstoffe nicht komplett aus unserem Speiseplan gestrichen hätten.

Zeit also, umzudenken!

Denn an Bitterstoffe kann man sich wieder gewöhnen. Und wenn man zunächst mit kleinen Dosen anfängt, empfinden wir die Speisen bald gar nicht mehr als soooo bitter.
Unsere Gesundheit wird es uns danken.

Leider ist es beim Löwenzahn so, dass gerade seine Bitterkeit ihm das Leben auf dem Wochenmarkt etwas schwer macht und man dazu übergeht,
gebleichten Löwenzahn zu produzieren.
Dieser enthält dann weniger Bitterstoffe.

Die Frage ist, warum sollte ich ihn dann essen?
Weil es "in" ist?
Salat ohne irgendwelche Nährwerte gibt es schon genug.

Ich kann euch nur empfehlen,
es mal mit den Bitterstoffen zu versuchen.
Und den Löwenzahn direkt von der eigenen Wiese zu essen
ist doch auch unglaublich praktisch.

Anmerkung: Bitte aufpassen, wenn ihr eine Allergie gegen Korbblütler habt! 




Samstag, 14. November 2015

Normalerweise...



...gibt es an dieser Stelle einen netten Bericht und schöne Fotos für euch.

Heute gibt es keine netten Berichte und auch keine Fotos.

Heute gibt es nur ein schweres Herz und einen Geist der versucht zu verstehen, wieso draußen eigentlich die Sonne scheint.

Paris,
die Welt steht an deiner Seite.

Mittwoch, 11. November 2015

Ich freue mich...


...immer wieder, wenn mir wieder etwas Neues an der Nähmaschine gelungen ist. 

Diesmal ist es eine kleine Tasche, die die Größe und die Form eines Kulturbeutels hat. Bei mir wird vermutlich Strickzeug drin landen. Was sonst? ;-)


Den süßen Stoff habe ich mir bei meinem Besuch auf dem Dortmunder Stoffmarkt Anfang Oktober gegönnt. Hier auf dem Land ist es nicht so leicht auch mal günstiger an schönen Stoff zu kommen. Aber es gibt ja auch noch das Internet. 


Drinnen gibt es zwei kleine Taschen an der Seite.


Am Rand habe ich auf jeder Seite Druckknöpfe angebracht. Damit kann man die Form der Tasche beeinflussen und es ergibt sich so ein praktischer Henkel zum transportieren. 

Leider dauert es immer noch sehr lange, bis ich so eine Tasche fertig habe. Heute waren es 6 Stunden. Aber ich hoffe, dass ich irgendwann auch noch schneller werde. 

Bis dahin übe ich mich in Geduld. :-)



Montag, 2. November 2015

Sputen musste ich mich...



...um noch schnell ein Foto für euch zu machen, von den Mama-Geburtstagssocken, bevor sie morgen auf Reisen gehen. 

Jetzt also. Einmal das Butterblümchen für euch.


Muster: Butterblümchen von Christa Hartmann
Wolle: Elfenwolle SoWo 75/25
Färbung: Moos
Gr. 39
für: Mama