Donnerstag, 4. Februar 2016

Zu einem Besuch in meiner Küche...



...lade ich euch heute ein.

Es wird gebacken.

Und zwar Brot.

Naanbrot

Es handelt sich hierbei um ein nordindisches Fladenbrot.
Und ausschauen tut das Ganze ungefähr so.


Es wird als warme Beilage zu vielen traditionellen indischen Gerichten gegessen und gerne auch mal als Löffelersatz benutzt. 

Ich liebe es.

Das Problem ist, dass man es hier eigentlich nicht bekommt. Es sei denn, man geht bei einem guten Inder essen.
Natürlich gibt es inzwischen abgepackte Ware, die man im Ofen aufbacken kann...
...versucht es lieber erst gar nicht. 

Probiert lieber das hier aus. Es ist wirklich nicht schwer und es bedarf auf keiner exotischer Zutaten, die man nirgendwo bekommt.

Los geht's:

Ihr wiegt 500 g weißes Mehl (ich nehme Dinkel 630, ihr könnt aber auch Weizen 405 nehmen) in eine große Schüssel ab, streut 1 1/2 TL Salz darauf und drückt in die Mitte eine Mulde. 
Nun werden 2 TL Trockenhefe in 100 ml lauwarmer Milch aufgelöst. Diese 5 Minuten stehen lassen und dann mit 1 TL Zucker, 3 EL Naturjoghurt und 30 g flüssiger Butter in die Mehlmulde geben. 
Vom Rand her nun alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Ihr müsst dafür vermutlich noch etwas mehr lauwarme Milch zugeben. Das können bis zu 150 ml Milch sein, seit aber erstmal vorsichtig und gebt sie immer nur Schluckweise zu. 

Den Teig lasst ihr nun 3 - 4 Stunden an einem warmen Ort, in der mit einem Küchentuch abgedeckten Schüssel, gehen. In dieser Zeit sollte sich sein Volumen etwa verdoppelt haben. 

Den Teig abschlagen, kurz ruhen lassen und dann in 4 bis 5 Portionen teilen. Je nachdem, wie groß ihr eure Brote wollt. 

Spätestens jetzt ist es Zeit euren Backofen vorzuheizen.
Optimal für die Zubereitung wäre ein Pizzastein. Den habe ich aber auch nicht.
Deshalb heize ich meinen Backofen mit dem Grill inklusive Backblech auf 300 Grad vor.
Seid bloß vorsichtig, denn das ist richtig böse heiß!
Bitte kein Backpapier verwenden, das hält die hohe Hitze nicht aus und ist auch nicht nötig.

Wenn der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat, nehmt ihr eure Teigportionen und rollt sie auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche oval aus. Man zieht sie dann noch mit den Händen ein bisschen auseinander, dass der Rand etwas dicker ist und die Mitte etwas dünner. Wie bei einem Pizzateig. Nur halt in oval. Bei mir passen so 2 Brot nebeneinander auf das Blech.

Seht wirklich zu, dass eure Brote schön mehlig sind und dann ab damit in den Ofen.

Die Backzeit beträgt nur etwa 3 - 4 Minuten. Ihr solltet wirklich dabei stehen bleiben. Denn erstens schaut das echt gut aus, wie das Brot die Blasen bildet und zweitens wird es Ratz Fatz schwarz. Es sollte aber nur ordentlich gebräunt sein. 
Dann vorsichtig raus aus dem Ofen und die nächsten rein. 

Die fertigen Brote könnt ihr stapeln und mit einem Tuch bedecken, damit sie warm bleiben. 

Das Backen geht wirklich unglaublich schnell, so dass man es im Grunde machen kann, wenn das Essen schon fertig auf dem Herd steht. Und da der Teig so lange gehen muss, kann man ihn schon morgens oder mittags, je nachdem, wann man essen möchte, vorbereiten.
Ich finde das sehr praktisch.

Nun wünsche ich euch viel Spaß und gutes Gelingen beim nachbacken!

 


 


Kommentare:

  1. Oh ja, Naan ist superlecker! Habe ich auch schon gemacht, nach 2 verschiedenen Rezepten. Dann kann ich Deins ja auch mal probieren. 300 °C kann mein Ofen leider nicht... ich habe das Brot auch schon mal gebraten, in einer beschichteten Pfanne ohne Fett. Hat auch ganz gut geklappt!
    Sehr lecker dazu: exotische Tomatensuppe. Einfach eine Flasche Passata erhitzen, mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und etwas Chili würzen und eine Dose Kokosmilch einrühren. Superschnell und superlecker!

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  2. Hallo liebe Betsy!
    Das mit der Pfanne hab ich auch mehrfach gelesen und ist bestimmt eine gute Alternative. Vermutlich geht es im Ofen auch mit weniger Grad. Man kann das Blech ja etwas weiter nach oben schieben. Danke für den Tip mit der Tomatensuppe. Ich hasse Tomatensuppe, aber Männe liebt sie und so reiche ich das gerne weiter.

    Ganz liebe Grüße!

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    1. Oh nein, dann hast Du ja gar nichts vom Rezept! Aber Dein Mann wenigstens...
      ja, mit dem Grill im Ofen und Blech ganz oben hab ich's auch schon gemacht.
      Liebe Grüße!

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